Verkostet: Die Kaffeeröster – sechs Mischungen in meinen Mühlen

4x Espresso, 2x Filter von Die Kaffeeröster - Foto © Helmut Hackl
4x Espresso, 2x Filter von Die Kaffeeröster – Foto © Helmut Hackl

Die Kaffeeröster sind eine kleine, feine Rösterei beheimatet in Perchtoldsdorf. So wie ich sie mag. Da ich von dort noch nie Bohnen in einer meiner Mühlen hatte, habe ich ein paar Sorten gemahlen und verkostet.

Die Kaffeeröster. Das sind Kerstin Obermaier und Klaus Gesselbauer. Die Kaffeeröster sind ein Nebenjob. Ein wunderschöner, so nebenbei angemerkt. Beide sind Barista, beide lieben (wie ich) Kaffee. Geröstet wird als Untermieter bei Felix Kaffee in St. Pölten. Das Motto: “Ich trinke keinen Kaffee um aufzuwachen. Ich wache auf, um Kaffee zu trinken!” Leiwand, entspricht voll meiner Überzeugung.

4x Espresso und 2x Filter verkostet

Ich habe insgesamt sechs Sorten verkostet. Vier Mischungen für Espresso und zwei für Filter. Alle Sorten sind 100% Arabica. Konkret liest sich das so:

• Bourbonito: Eine geschmackliche Mischung aus Aromen von Walnuss, Kakao und weißen Trauben.

• Casamento: Das ist das portugiesische Wort für Hochzeit. Eine Verheiratung zweier Welten, die sich prächtig ergänzen. Äthiopien für die süße Blumigkeit und Brasilien für den vollen Körper.

• Kinyovo: Ein süßer, fruchtiger Kaffee. Mit Geschmack nach Kirschen, Melasse und – ganz leicht – Rhabarber.

• Rubacuori: Süß, mit intensiven Fruchtaromen von Zwetschke und schwarzer Kirsche, mit dem Duft von Hibiskus.

Die Kaffeeröster - Alemee für Filterkaffee - Foto © Helmut Hackl
Die Kaffeeröster – Alemee für Filterkaffee – Foto © Helmut Hackl

• Alemee: Ist Amharisch und bedeutet übersetzt “Die Welt”. Ein süßer Filterkaffee, der nach Pfirsich sowie Rose duftet und nach Schwarztee sowie Grapefruit schmeckt.

• Matunda: Die Bohnen werden nach dem Waschen auf sogenannten “African Raised Beds” gleichmäßig getrocknet. Das sind mit feinmaschigen Netzen bespannte Hochbetten, unter denen die warme Luft zirkulieren kann. Das Ergebnis: Ein fruchtiger Filterkaffee, der nach Zitrus, roten Früchten und dunklen Beeren schmeckt.

Persönliche Anmerkung: Ich lese vorweg auf der Produktseite oder auf der Packung die enthaltenen Aromen nach. Damit ich mich geschmacklich leichter orientieren kann. Denn vom selbstständigen Erkennen bin ich noch immer Jahre entfernt.

Das Sortiment wechselt. Vor ein paar Tagen waren im Shop Bourbonito, Rubacuori, Vamos Gaúchos!, Casamento und Kinyovu. Die Preise fürs 250g-Sackerl liegen zwischen 7,50 und 9,10 Euro. Die Bohnen lassen sich direkt im Kaffeeröster-Webshop bestellen.

Die Kaffeeröster – mein Fazit

Meine Beurteilung ist subjektiv bekundet, denn bekanntlich ist Geschmack – nicht nur bei Kaffee – eine sehr individuelle Sache, die selbst erfahren, gelernt werden muss. Mir haben bis auf den Rubacuori (ich bin kein großer Freund der südländischen Röstungen) alle Mischungen geschmeckt. Wenn ich meine beiden persönlichen Favoriten wählen müsste, so wären dies Bourbonito bei Espresso und Alemee bei Filter.

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