Verkostet: johann Kaffee – Wurzelsepp, Steirische Eiche, Feinspitz, Naturbursche, Schmeichler, Wohltäter

sechs Sorten von johann Kaffee verkostet | Foto © Helmut Hackl
sechs Sorten von johann Kaffee verkostet | Foto © Helmut Hackl

Ich habe mir wieder Nachschub an Kaffee geholt. Diesmal von johann Kaffee, einer Spezialitäten-Rösterei mitten im Mürzer Oberland. Angeboten wird reinsortiger Arabica und ich habe gleich alle sechs angebotenen Sorten probiert: Wurzelsepp, Steirische Eiche, Feinspitz, Naturbursche, Schmeichler und Wohltäter.

Die Spezialitäten-Rösterei von Johann Jahrmann befindet sich in einem schönen, denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude in der Neuberg an der Mürz. Leider schaffte ich es zeitlich nicht, mir das anzusehen, aber das hole ich ganz sicher in naher Zukunft nach. Somit bestellte ich online.

Durchgekostet: würzig, kräftig, edel, natürlich, mild und gut

Wenn ich eine – für mich – neue Rösterei entdecke, dann probiere ich meistens gleich alle Sorten durch. So auch bei johann Kaffee. Angeboten werden deren sechs an der Zahl: Wurzelsepp, Steirische Eiche, Feinspitz, Naturbursche, Schmeichler sowie Wohltäter. Jeweils zubereitet als Filter und/oder Siebträger. 

Wurzelsepp von johann Kaffee | Foto © Helmut Hackl
Wurzelsepp von johann Kaffee | Foto © Helmut Hackl

Wurzelsepp – der Würzige. Aus Indien, konkret aus der Region Malabar. Das Spezielle daran: Die Kaffeebohnen werden durch die Monsun-Winde am Meer getrocknet. Dadurch bekommen die Bohnen sowohl eine helle Farbe als auch dieses einzigartige Aroma. Mit einem schokoladig, würzigen Geschmack. Mit einem Hauch von Nuss. Ohne Säure. Einer meiner Lieblingskaffees.

Steirische Eiche von johann Kaffee | Foto © Helmut Hackl
Steirische Eiche von johann Kaffee | Foto © Helmut Hackl

Steirische Eiche – der Kräftige. Aus Kolumbien. Ein gewaschener Supremo Hochland-Arabica. Eine der besten Anbaugebiete für Kaffee. Vom Geschmack her liefert er eine ein angenehme Säure, leicht nussig. Da wird man in der Früh sicherlich flotter munter.

Feinspitz von johann Kaffee | Foto © Helmut Hackl
Feinspitz von johann Kaffee | Foto © Helmut Hackl

Feinspitz – der Edle. Aus Costa Rica von der Hacienda Salomon. Angebaut in den Bergen von Tarrazu, umgeben von Flüssen und Vulkanen. Der Kaffee wächst komplett unter Schattenbäumen – wie beispielsweise Guavenbäumen. Gepflückt wird händisch. Der Kaffee lässt sich als ausgewogen beschreiben. Mit einer leichten Säure. Mit Noten von Schokoladen. Am ehesten mit einem Karamellbonbon zu vergleichen.

Wurzelsepp von johann Kaffee | Foto © Helmut Hackl
Wurzelsepp von johann Kaffee | Foto © Helmut Hackl

Naturbursche – der Natürliche. Aus Äthiopien, dem Ursprungsland des Kaffees. Konkret aus Sidamo, das für den Anbau von Arabica Kaffee mit hervorragender Qualität bekannt ist. Aus dieser Gegend habe ich schon einige Bohnen gemahlen und aufgebrüht. Das Aroma ist sehr würzig, fruchtig, floral mit einer geringen Säure. Angemerkt: Der Kaffee hat einen geringeren Koffeingehalt.

Schmeichler von johann Kaffee | Foto © Helmut Hackl
Schmeichler von johann Kaffee | Foto © Helmut Hackl

Schmeichler – der Milde. Aus Brasilien. Ein Santos Brasil, benannt nach der Hafenstadt, wo er verschifft wird. Dank des milden Klimas wird der Kaffee gleich in der Bohne getrocknet. Dadurch bekommt er sein besonderes, mildes, weiches Aroma. Geschmacklich erinnert er an Honig.
Positiv angemerkt: Guaxupe (die größte private Kooperative der Welt) unterstützt die Bauern nicht nur durch finanzielle Mittel, sondern auch durch landwirtschaftliche Hilfsprogramme

Wohltäter von johann Kaffee | Foto © Helmut Hackl
Wohltäter von johann Kaffee | Foto © Helmut Hackl

Wohltäter – der Gute. Aus Mexiko von der Finca Las Chicharras, die sich im Süden des Landes in den Bergen befindet. Der Kaffee hat eine milde Säure. Er liefert eine leichte Vanille-Note, einen Geschmack nach Mandeln und Schokolade im Abgang.
Positiv angemerkt: Für die Kinder der Pflücker ist der Weg zur Schule im nächsten Dorf lang und schwierig. So wurde die Idee geboren, vor Ort eine Schule zu errichten. Durch den Kauf des Kaffees wird dieses Projekt unterstützt!

johann Kaffee – mein genüßliches Fazit

Uns – meine Frau hat mitverkostet – haben alle sechs Sorten vorzüglich geschmeckt. Sowohl als Filterkaffee (V60, Kalita, Chemex) als auch als Cold Brew. Johann Jahrmann versteht das Rösthandwerk.

2 Kommentare

  1. Kann mich der Empfehlung nur anschließen. Habe das Ambiente vorort genossen. Das wäre doch noch einen Ausflug im Herbst wert zu unternehmen.
    Franz K.

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